Sep­tem­ber 2018
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Start: 26. Jänner  in Almeria  über Marokko – Mauretanien - Senegal bis am 08. Februar in Dakar

14 Fahrtage ohne Pause  - 5100 KM


Ich, Martin Alber aus Haidershofen, startete mit einer serienmäßigen Yamaha 450 WR, die ich von Yamaha angemietet hatte, bei der Intercontinental Rally. Es wurde nur ein größerer Tank mit 15,5 Liter verbaut.

1. Fahrtag: Almeria ( Spanien) nach Taourit ( Marokko)

2. Fahrtag: Taourit nach Merzouga

Die Tagwache war um halb 4. Wir fuhren um halb 5 über eine 200 km lange Verbindungsetappe zur ersten Sonderprüfung, die um 8 Uhr startete. Die Morgentemperatur betrug um die 5 Grad im Atlasgebirge und mir frohr es fast die Finger ab beim Fahren. Hier startete dann die 1 Sonderprüfung von 170 km. Ich hatte etwas Probleme mit der Navigation, da es meine erste Rally war. Nach einigen Stürzen, bei denen ich mir die Schulter verletzte, kam ich leider um eine Stunde zu spät zum Ziel der 1. Sonderprüfung. Ich durfte nicht mehr in die 2.  Sonderprüfung einfahren und musste über eine Verbindungsstrecke mach Merzouga ins Camp fahren.

3. Fahrtag: Merzouga – Tata

An diesem Tag entschied ich mich aufgrund meiner Schulterschmerzen die Verbindungsetappe zu fahren.

4. Fahrtag: Tata – Samara

Am Morgen gab es wieder eine über 200 km lange Anfahrt zur ersten Sonderprüfung. Um 12 Uhr war der Start zum gezeiteten Teil, welcher 370 km durch Gebirge, Schotts, Stein und Sandwüsten führte. Eigentlich war es ein unendliches Gebiet, wo ein Eintreffen im Camp erst gegen 22 Uhr möglich war. Manche mussten hier sogar wegen technischer Gebrechen in der Steinwüste übernachten bzw. weil das Weiterfahren in der Dunkelheit fast unmöglich war. An diesem Tag ging es mir ziemlich gut.

5. Fahrtag: Samara – Boujdour

Der Tag hielt wieder unzählige Schotter- und Sandpisten mit 2 Sonderprüfungen bereit bis wir ins Camp kamen.

6. Fahrtag: Boujdour – Dakhla

Die Gegend war wie am Vortag und wir mussten wieder 2 Sonderprüfungen bestreiten. Mir geht es von Tag zu Tag besser und ich habe inzwischen die Navigation im Griff.

7. Fahrtag: Daklah (Marokko) - Bon Lanuar (Mauretanien)

Der Tag besteht aus einer Verbindungsetappe mit gemeinsamem Grenzübertritt.

8. Fahrtag: Bon Lanuar - Altar

Die ist die längste Etappe mit 650 km davon sind 430 km Teil der Sonderprüfung. Das Motorrad braucht auf den Sandpisten um ein Drittel mehr Benzin, sodass ich einmal auf Hilfe von Kollegen angewiesen bin. Diese geben mir etwas Benzin. Ich bekam hier die ersten Probleme mit dem Motorrad, welches ständig zu heiss wurde. Es hatte keinen separaten Ölkühler und der Lüfter für die Wasserkühlung fehlte. Ansonsten ist es mir an diesem Fahrtag sehr gut gegangen und ich konnte meine Platzierung verbessern.

9. - 11. Fahrtag: Altar - Chinguetti – Akjoujt - Nouakchott

Diese Etappen verliefen ähnlich wie der 8. Tag.  Das Motorrad wurde ständig heiß, trotzdem kam ich immer in der Wertung an mein Ziel. Ab hier wurden die Camps vom mauretanischen Militär zu unseren Schutz bewacht.

12. Tag:  Nouakchott (Mauretanien) - St. Louis (Senegal)

Es gab eine gemeinsame Verbindungsetappe über den Nationalpark zum kollegtiven Grenzübertritt.

13. Tag: St. Louis – Lac Rose

Die 180 km lange Sonderprüfung führte entlang vom Atlantischen Ozean. Ich wurde gesamt 12. an diesem Tag.

14. Tag: Lac Rose – Lac Rose

Das Ziel ist erreicht! Nach der letzten Sonderprüfung von 15km erreichte ich in der Gesamtwertung denn 30. Platz. In der Motorrad – Wertung ging sich sogar Platz 17. aus. Es war eine sehr anstrengende Zeit: in der Nacht die Kälte im Zelt, am Tag die Probleme mit dem Motorrad und den Schmerzen in der Schulter. Trotzdem behalte ich es als ein schönes Erlebnis mit wunderschönen Landschaften und super Teamkollegen in Erinnerung.

Martin Alber